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Tee
Zeremonien
Die Teezeremonie an sich gibt es zwar nur in China
und in Japan, aber viele Länder haben mittlerweile
ihre eigenen Traditionen.
China und Japan
Durch die Zen-Meister ins Leben gerufen zelebrieren
auch heute noch Chinesen und Japaner die uns noch
so fremd gebliebene Teezeremonie. Die Teezeremonie
dient dabei weniger dem
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von Durst. Sie ist und war damals vor allem
bei den Zen-Meistern und Samurais der Weg
zur inneren Reinigung, bei der der Bewegungsablauf
und die Anordnung von Utensilien festen Regeln
folg(t)en. Solch eine Zeremonie kann fast
eine ganze Stunde andauern. |
Auch der Teeraum, in dem die Teezeremonien abgehalten
werden, entspricht in der Gestaltung den strikten
Vorstellungen der Zen-Meister, wobei die Einfachheit
der Architektur immer noch maßgebend ist.
Gestern noch als absolute Ehre aufgefasst, bei
der Besinnung und Besprechungen der Gäste
und Gastgeber im Vordergrund lagen, ist heute
eine Einladung zu einer Teezeremonie meistens
nichts weiter als ein gesellschaftliches Spektakel
zum tratschen.
Russland und Türkei
In Russland und in der Türkei trinkt man
den Tee aus dem Samowar, bzw. Semaver. Der Samowar
ist ein großer Behälter, der mit Wasser
gefüllt und wahlweise im Innenschacht mit
Kohle oder mit einem elektrischen Stromgrill zum
kochen gebracht wird. Auf dem Behälter steht
eine kleine, mit Teeblättern und wenig Wasser
gefüllte Teekanne, die sich durch die untere
Hitze miterwärmt.
Den Tee trinkt man hier aus kleinen, dünnwandigen
Gläsern, in dem man 1/3 aus der kleinen Teekanne
und 2/3 aus einem Hahn am großen Behälter
in die Gläser einschenkt. Der Zucker wird
nach Bedarf als gebrochener Würfel (diese
Würfel sind in der Regel länger als
die, die wir kennen) in den Mund genommen, wobei
der Tee sich somit im Mund beliebig süßen
lässt. In Russland benutzt man statt Zucker
auch ab und an einen Löffel Marmelade im
Mund. Natürlich ohne Löffel.
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